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Wer sind die Suryoye (Aramäer/Assyrer)?
Die Suryoye sind ein aramäischsprachiges christliches Volk mit Wurzeln im Nahen Osten. Bis heute halten sie ihre Sprache, ihren Glauben und ihre Traditionen lebendig – weltweit in einer großen Diaspora-Gemeinschaft.
Herkunft und Heimat
Die ursprüngliche Heimat der Suryoye liegt in Mesopotamien – vor allem in der Region Tur Abdin im Südosten der heutigen Türkei sowie in Teilen Syriens, des Irak und des Libanon. Aus diesem Kernland stammt eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt.
Glaube: frühes Christentum
Die Suryoye gehören zu den frühesten Christen überhaupt. Sie sind Teil des syrischen Christentums, das sich in mehreren Kirchen ausdrückt – darunter die Syrisch-Orthodoxe Kirche. Glaube, Liturgie und kirchliche Feste prägen das Gemeinschaftsleben bis heute stark.
Selbstbezeichnung: Suryoye, Aramäer, Assyrer
Im Aramäischen bezeichnen sich Angehörige des Volkes als „Suryoye" (Singular „Suryoyo"). Im Deutschen sind zudem die Bezeichnungen Aramäer und Assyrer gebräuchlich. Diese Namen stehen für dieselbe Gemeinschaft mit gemeinsamer Sprache und gemeinsamem christlichem Erbe.
Die Sprache: Aramäisch
Die Muttersprache vieler Suryoye ist das Aramäische – eine der ältesten durchgehend gesprochenen Sprachen der Welt und die Sprache, die auch Jesus im Alltag sprach. Der im Alltag gesprochene Dialekt aus Tur Abdin wird Surayt oder Turoyo genannt.
Die Diaspora
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wanderten viele Suryoye aus dem Nahen Osten aus. Heute leben große Gemeinschaften in Deutschland, Schweden, den Niederlanden und weiteren Ländern. Gerade in der Diaspora ist der Zusammenhalt wichtig, um Sprache und Kultur an die nächste Generation weiterzugeben.
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