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Die aramäische Sprache: Surayt und Turoyo
Das Aramäische ist eine der ältesten durchgehend gesprochenen Sprachen der Welt. Für die Suryoye ist es Muttersprache, Identität und ein lebendiges Band zu ihren Wurzeln.
Eine uralte Weltsprache
Vor über zweieinhalbtausend Jahren war das Aramäische die Verkehrssprache großer Teile des Alten Orients. Es ist zudem die Sprache, die Jesus im Alltag sprach. Bis heute wird Aramäisch von den Suryoye gesprochen – eine bemerkenswerte, ununterbrochene Kontinuität.
Surayt und Turoyo: die gesprochene Sprache
Der im Alltag gesprochene neuaramäische Dialekt der Suryoye aus Tur Abdin wird Surayt oder Turoyo genannt. Er lebt in Familien, bei Festen und im täglichen Miteinander. Wer ihn spricht, trägt ein wertvolles Erbe weiter.
Kthobonoyo: die Schrift- und Kirchensprache
Neben dem gesprochenen Surayt gibt es das klassische Syrisch-Aramäisch (Kthobonoyo) – die Sprache der Kirche, der Liturgie und der alten Schriften. Geschrieben wird das Aramäische im syrischen Alphabet mit seinen kunstvollen Schrifttypen.
Bedroht – und lebendig gehalten
Weil viele Suryoye heute in der Diaspora leben, gilt das gesprochene Aramäisch als gefährdet. Umso wichtiger ist es, die Sprache aktiv zu pflegen: in der Familie, in der Kirche, in Vereinen – und im Austausch mit anderen, die sie ebenfalls sprechen.
Surayt sprechen und lebendig halten – gemeinsam mit anderen aus der Community.
Kostenlos dem Suryoyo-Café beitretenWeiterlesen: Wer sind die Suryoye? und Tur Abdin, die Heimat der Suryoye.